Von der induktiven zur deduktiven Forschung

 

 Karten 104 - 109

 

In einem letzten Schritt wird die bisherige induktive Forschung mit deduktiver Forschung kombiniert.

 

Die Schlussfolgerungen und Hypothesen der induktiven Studie werden in einer deduktiven Studie verwendet, um die Schlussfolgerungen bzw. Hypothesen zu bestätigen oder zu widerlegen.

 

Die bisherige Arbeit ergab, dass 60°-Winkel und die Winkel des pythagoreischen Dreiecks 3 : 4 : 5 eine zentrale Rolle bei der geometrischen Anordnung der keltenzeitlichen Burgen und alten Kirchen spielen.

 

In diesem Schritt werden 60°-Winkel über die Strecke zweier Burgen konstruiert, es ergeben sich folgerichtig zwei gleich große gleichseitige Dreiecke.

 

Basis für diese Untersuchung ist die Konstellation Burg Laasphe - Burg Dotzlar - Burg Eisenberg. Konstruiert man über die drei Strecken Burg Laasphe - Burg Dotzlar/Burg Dotzlar - Burg Eisenberg/Burg Laasphe - Burg Eisenberg jeweils gleichseitige Dreiecke mit 60°-Winkeln, ergeben sich sechs Schnittpunkte (S 1 - S 6)

 

 

Aufschlussreich sind folgende Winkelgrößen

 

S 1 - Burg Dotzlar - S 5     106,26° (2 x 53,13°)

S 1 - Burg Dotzlar - S 3     143,13° (90° + 53,13°)

S 1 - Burg Dotzlar - Burg Eisenberg     203,13° (150° + 53,13°)

S 1 - Burg Dotzlar - S 2     120°

S 1 - Burg Dotzlar - S 6     106,26° (2 x 53,13°)

S 1 - Burg Dotzlar - S 4     96,87° (60° + 36,87°)

S 1 - Burg Dotzlar - Burg Laasphe      60°

 

S 5 - Burg Dotzlar - Burg Eisenberg      96,87° (60° + 36,87°)

S 5 - Burg Dotzlar - S 2     133,74° (60° + 73,74°)

S 5 - Dotzlar - S 6     147,48° (4 x 36,87°)

S 5 - Dotzlar - S 4     156,87° (120° + 36,87°)

S 5 - Burg Dotzlar - Burg Laasphe     193,74° (120° + 73,74°)

 

S 3 - Burg Dotzlar - Burg Eisenberg     60°

S 3 - Burg Dotzlar - S 2     96,87° (60° + 36,87°)

S 3 - Burg Dotzlar - S 6     110,61° (3 x 36,87°)

S 3 - Burg Dotzlar - S 4     120°

S 3 - Burg Dotzlar - Burg Laasphe     156,87° (120° + 36,87°)

 

Burg Eisenberg - Burg Dotzlar - S 2     36,87°

Burg Eisenberg - Burg Dotzlar - S 6     50,61° (50,61° + 60° = 110,61° = 3 x 36,87°)

Burg Eisenberg - Burg Dotzlar - S 4     60°

Burg Eisenberg - Burg Dotzlar - Burg Laasphe     96,87° (60° + 36,87°)

 

S 2 - Burg Dotzlar - S 6     13,74° (13,74° + 60° = 73,74°)

S 2 - Burg Dotzlar - S 4     23, 13° (23,13° + 30° = 53,13°)

S 2 - Burg Dotzlar - Burg Laasphe     60°

 

S 6 - Burg Dotzlar - S 4     9,39° (9,39° + 60° = 69,39° + 90° = 159,39° = 3 x 53,13°)

S 6 - Burg Dotzlar - Burg Laasphe     46,26° (46,26° + 60° = 106,26° = 2 x 53,13°)

 

Entsprechende Berechnungen kann man mit den Schnittpunkten, Burg Laasphe und Burg Eisenberg durchführen.

Bezüglich Burg Eisenberg ist ein Aspekt besonders erwähnenswert.

 

S 3 - Burg Eisenberg - S 5     30°

S 5 - Burg Eisenberg - Burg Dotzlar     30°

Burg Dotzlar - Burg Eisenberg - Burg Laasphe      30°

Burg Laasphe - Burg Eisenberg - S 4     30°

S 4 - Burg Eisenberg - S4     30°

 

 




 

Der Raum westlich von Burg Eisenberg wurde m. H. der Schnittpunkte systematisch strukturiert. Gleich groß sind z. B. die Konfigurationen

Burg Eisenberg - S 4 - Burg Laasphe

Burg Eisenberg - Burg Laasphe - Burg Dotzlar

Burg Eisenberg - Burg Dotzlar -  S 5

Burg Eisenberg - S 5 - S 3.

 

Die Winkel sind jeweils 30° - 53,13° -96,87° (60° + 36,87°).

 

Auffällig sind auch die beiden gleich großen Dreiecke S 1 - Burg Dotzlar - S 5 und Burg Dotzlar - S 5 - S 3 mit den Winkeln 36,87° - 106,26° - 36,87°.

 

 

Karten 110 - 112

 

Eine zentrale Rolle im postulierten Vermessungssystem spielen offensichtlich Quadratraster bzw. die Seitenverhältnisse 1 : 1. Kaum in Erscheinung traten bisher die in diesem Kontext obligatorischen 45° - Winkel. Diese werden beispielhaft über das deduktive Verfahren ermittelt und auf drei Karten und einem Schema präsentiert. 

 

Die Karte zeigt zwei im Zusammenhang stehende Verbindungen, die über 45°- Linien verlaufen. Die Verbindungen orientieren sich an den Haupthimmelsrichtungen.


 

Die geometrische Position von Burg Dotzlar ist bereits auf den Karten 35 - 37, 89 und 90, 96 - 103 und den Schemata 9 und 10 ausführlich erläutert.

Burg Dotzlar ist ein Musterbeispiel für eine absolut regelhafte Aufteilung des Umfeldes m. H. der Standorte benachbarter Burgen und alter Kirchen.

Karte 111 offenbart zudem eine Orientierung der umliegenden relevanten Bauwerke an nach den Haupthimmelsrichtungen orientierten 45°- Winkeln (45° - 135° - 225° - 315°).

 

36,87° + 26,565° = 63,435/36,87° + 26,565° + 26,565° = 90°

 

Die Verlängerungen von Burg Aue-Burg Dotzlar und Kirche Erndtebrück- 

Burg Dotzlar Richtung Burghelle würden das Bild komplettieren.



 

Die Karten 94 und 95 zeigen bereits das Quadratrastersystem. Hier ist auch die im System integrierte Altenburg Römersberg markiert.

 

Die Karte 112 und das entsprechende Schema bestätigen wesentliche durch die induktive Erforschung erarbeitete Gesetzmäßigkeiten. Schwerpunkt ist hier, die übergeordneten Gesichtspunkte im Zusammenhang darzustellen.

 

Das Oppidum Amöneburg und Burg Wilzenberg sind die Eckpunkte eine großen Quadrates mit ca. 40 Kilometer Seitenlänge. Die Burgen Dotzlar, Hesselbach, Eisenberg und Rimberg gliedern den Raum nach dem vorgegebenen Muster.

 

Das System ist großenteils um etwa 1 Grad nach Nordwesten geneigt.

 

Die kleinen Quadrate haben eine Seitenlänge von ca. fünf Kilometern bzw. 4,5 Leugen oder 54 Stadien. Weitere Unterteilungen sind vorgegeben. 

 

Folgende Aspekte sind zentral für die Arbeit

 

-  Aufteilung des Raumes in Quadratraster

 

-  Orientierung an den Haupthimmelsrichtungen

 

-  Oppidum Amöneburg als Ausgangspunkt für das Vermessungssystem

 

-  Bestätigung des vermuteten Längenmaßes Leuge bzw. Stadion

 

-  Bestätigung der Funktion der Winkel 18,435° (Seitenverhältnis 1 : 3) - 26,565° (1 : 2) - 14,04° (1 : 4) - 36,87°/53,13° (3 : 4 : 5) - 45° (1 :1)